Februar 2026 bringt wichtige regulatorische Neuerungen im Bereich Energie, Klima und ökologische Transformation. In diesem Artikel analysieren wir die wichtigsten europäischen und nationalen Updates, die Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Akteure im Energiesektor betreffen.
Dekarbonisierung: 3 Milliarden Euro zur Vorfinanzierung des ETS2
Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Europäische Kommission haben ein neues Vorfinanzierungsinstrument für das ETS2 mit einem Volumen von 3 Milliarden Euro aufgelegt.
Das Ziel ist es, den Mitgliedstaaten den Zugang zu Finanzierungen vor Inkrafttreten des Systems zu ermöglichen.
Prioritäre Maßnahmen
- Sauberere Heiz- und Kühlsysteme
- Energieeffizienz von Gebäuden und Wohnungen
- Unterstützung für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen
Nachhaltige Mobilität und saubere Verkehrsmittel
Das ETS2-Instrument wird auch Maßnahmen zur Förderung von:
- Öffentlichem Verkehr und gemeinsamer Mobilität
- Multimodalität
- Elektromobilität
- Elektrischen Fahrzeugen und Fahrrädern
- Ladeinfrastruktur
EU-Standards für die dauerhafte Kohlenstoffentfernung
Die Europäische Kommission hat den ersten Satz freiwilliger Zertifizierungsmethoden im Rahmen der CRCF-Verordnung (EU 2024/3012) angenommen.
Abgedeckte Technologien
- Direkte Luftabscheidung mit Kohlenstoffspeicherung (DACCS)
- Biogene Emissionsabscheidung mit Speicherung (BioCCS)
- Entfernung mittels Biokohle (BCR)
Was die Standards definieren
- Kriterien zur Zertifizierung einer Tonne Entfernung
- Garantie der Speicherbeständigkeit
- Management von Risiken und Verantwortlichkeiten
PPA: Abbau von Hindernissen bei Energie-Kaufverträgen
Power Purchase Agreements (PPA) sind langfristige bilaterale Verträge zwischen Energieerzeugern und -verbrauchern.
Sie sind entscheidend für:
- Finanzierung neuer erneuerbarer Anlagen
- Stabilisierung der Energiepreise
- Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Die Annahme der europäischen Empfehlung ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.
Umsetzung RED III – Gesetzesdekret 9. Januar 2026, Nr. 5
Das Dekret setzt die Richtlinie (EU) 2023/2413 um und stärkt die nationale Regelung für erneuerbare Energien.
Was sich für Unternehmen ändert
- Mehr Rechtssicherheit bei PPA
- Möglichkeit des direkten Kaufs von erneuerbarer Energie
- Stärkung langfristiger Verträge
- Neue Möglichkeiten der Energieplanung
Herkunftsnachweise (GO): Vereinfachungen
- Vereinfachte Verfahren für Anlagen unter 50 kW
- Vereinfachungen für Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften
- Reduzierte Gebühren
- Mehr Transparenz bei eingespeister oder selbstverbrauchter Energie
EU-Klimagesetz: -90 % Emissionen bis 2040
Das Europäische Parlament hat ein neues verbindliches Ziel verabschiedet: Reduzierung der Nettoemissionen um 90 % bis 2040 gegenüber 1990.
- Möglichkeit der Nutzung internationaler Emissionsgutschriften (max. 5%)
- Wertschätzung dauerhafter Kohlenstoffentfernungen
- Mehr Flexibilität zwischen den Sektoren
- ETS2 auf 2028 verschoben
ANAC – Nationaler Anti-Korruptionsplan 2026–2028
Der neue PNA 2026–2028 wurde mit einer nationalen Strategie verabschiedet, die Ziele, Maßnahmen und jährliche Überwachungen umfasst.
Schwerpunkt auf:
- Öffentliche Aufträge
- Unvereinbarkeit und Unzulässigkeit
- Verwaltungstransparenz
Anreizmaßnahmen 2026
Landwirtschaftlicher Sektor
- Agrisolare-Park-Fazilität
Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Verwaltung
- Thermokonto 3.0
- Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften (CER)
- Überabschreibung für Eigenproduktionsanlagen und Speichersysteme
Fazit
Die regulatorischen Neuerungen 2026 stärken den europäischen Weg zur Dekarbonisierung und bieten neue Chancen für Unternehmen und öffentliche Verwaltungen.
Die Bewertung von PPA, Eigenverbrauch, Anreizinstrumenten und ETS2-Updates wird strategisch, um Kosten und energetische Risiken zu reduzieren.
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